Joyce Meyer Ministries

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Im Oktober 2008 sind wir von einem der effektivsten und intensivsten Einsätze zurückgekehrt, die wir je erlebt haben. Innerhalb von zehn Tagen haben wir drei Länder besucht. Joyce lehrte sieben Mal und es wurde unschätzbares Filmmaterial aufgenommen, das unseren Partnern für viele Jahre zum Segen werden wird.

Äthiopien: Dies war Joyce und Daves erster Besuch. Sie wurden mit außerordentlich offenen Armen empfangen. Mir wurde gesagt, dass die Tore zu dem Veranstaltungsort bereits Stunden vor dem Gottesdienst wegen Überfüllung geschlossen werden mussten. Rund 15.000 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil. Am nächsten Tag kamen wir in dem Bezirk Angacha zusammen, wo unser Team mit 30 medizinischen Fachkräften für eine Woche arbeitete. Ein Fernsehteam wartete auch auf Joyces Ankunft im Hubschrauber. Wir alle vertrauten auf Gott, dass dieses Transportmittel an seinem Ziel ankommen würde. Präsident Bill Clinton, so wurde uns später erzählt, hatte es einige Jahre zuvor abgelehnt, diesen Militärhubschrauber zu benutzen, weil er ihm zu unsicher war. Mit Gottes Hilfe kamen wir jedoch an und wurden von 30.000 Leuten erwartet. Die ganze Stadt wurde unseretwegen „geschlossen“: weder Schulen noch Regierungsstellen hatten geöffnet. Die Hauptstraße wurde sogar nach Dave und Joyce benannt. Joyce diente den Menschen direkt am Hubschrauberlandeplatz – und es war gewaltig.

Dann erkundeten wir dieses „untröstliche“ Land. Unser erster Besuch galt einer medizinischen Einrichtung, wo Tausenden von Menschen pro Woche geholfen wird. Unser Team unterstützte diese Arbeit, z.B. konnten wir einige einfache Operationen durchführen. Die Veränderungen der allgemeinen gesundheitlichen Situation der Menschen ist erstaunlich, seit wir die Klinik übernommen haben. Im Anschluss schauten wir uns eines der laufenden Essensausgabe-Projekte an. Auch dort verbessert sich die Lage der Menschen langsam. Wir werden an ihrer Seite stehen, bis sie es selbständig schaffen können.

Nach Addis Ababa kehrten wir nicht mit dem Hubschrauber zurück, sondern (dank eines Eindrucks von Gott) in einem kleinen Flugzeug, und fühlten uns deutlich sicherer. Zuerst fuhren wir zu einem Essen mit Schlüsselpersonen in der Stadt, was sehr gut verlief. Danach besuchten wir eine Gruppe von Mädchen, die in einem der vier Häuser leben, die wir unterstützen. Mindestens 20 Mädchen leben hier zusammen, die von der Straße und aus einem Leben der Prostitution gerettet wurden. Als Joyce ihre eigene Geschichte des Missbrauchs erzählte, hättet ihr diese Mädchen sehen sollen. Viele reagierten wie aufblühende Blumen, die von den ersten Sonnenstrahlen am Morgen berührt werden. Wir können uns einfach nur darüber freuen, dass wir durch unseren  Einsatz Anteil daran haben, etwas in Äthiopien zu bewegen.    

Ruanda: Wie viele von euch wissen, nahmen wir dort 2006 an einem landesweiten Einsatz teil. Seither sind Joyce und Dave nicht mehr in Ruanda gewesen. Obwohl es nur ein kurzer eintägiger Besuch war, war er sehr erfolgreich. Wir konnten uns mit alten Freunden treffen und sahen darüber hinaus die von uns finanzierte laufende Essensausgabe im Kigali Christian Center. Joyce sprach später am Tag zu rund 6.000 Menschen auf einer örtlichen Konferenz.  

Uganda: In vielerlei Hinsicht lag unser Hauptaugenmerk auf diesem Teil der Reise. Vor einigen Jahren waren wir bereits etliche Male hier gewesen, aber dieses Mal war es ganz anders. Unsere Reise begann mit einem Besuch bei dem „Bulrushes“-Heim für ungewollte Babys. Dort befinden sich zu jeder Zeit zwischen 80 und 100 Babys, die gesund gepflegt werden, bis sie alt genug sind, um in das Watoto Kinderdorf zu kommen. Dort dürfen sie bis zum Ende ihrer Jugendzeit leben, werden unterrichtet und hören von Gott. Manche von ihnen werden Teil des berühmten Watoto Kinderchors und bereisen die Welt. Unser Team besuchte eines der Kinderdörfer, wo wir noch mehr Kinder trafen und gemeinsam in einem der Häuser Mittag aßen. Um Joyce nicht allzu viel Ruhe zu gönnen :-), predigte sie bei einem Frauentreffen, wo die Menschenmenge sich bis auf die Straße erstreckte. Schätzungen zufolge waren 7.000 Zuhörer dort. In aller Herrgottsfrühe flogen wir am nächsten Morgen in den Norden Ugandas, zu der bekannten Stadt Gulu. Leider ist Gulu für die falschen Gründe berühmt. Die Stadt war Mittelpunkt eines 25-Jahre anhaltenden Krieges, wo die LRA (Lord’s Resistance Army, „Widerstandsarmee des Herrn“) Kinder entführte und sie in brutale Tötungsmaschinen verwandelte.

Obwohl der Krieg vor zwei Jahren von einem Waffenstillstand abgelöst wurde, hat er in der  Region eine unbegreifliche Zerstörung hinterlassen. In Zusammenarbeit mit Marilyn und Gary Skinner und ihrem Dienst helfen wir nun dort mit, ein Watoto Kinderdorf zu bauen. Sie haben außerdem schon eine sehr gute Gemeinde gegründet und wir haben uns vorgenommen, die Anzahl der zuvor erwähnten Babyhäuser zu verdoppeln. Wir durften das erste Haus für Kinder einweihen, was ein kleiner Schritt für die Wiederherstellung dieser Kinder ist. Wir hatten außerdem die Möglichkeit zu sehen, wie diese Kinder in den letzten Jahren gelebt haben oder noch leben – und zwar in Flüchtlingslagern. Wer bisher noch nicht viel gereist ist, wäre völlig überfordert sich auszumalen, was für Bedingungen dort herrschen.

Der Höhepunkt war dann zu erleben, dass 200.000 Menschen an zwei Abenden zusammen kamen und zuhörten, wie Hillsong sie in den Lobpreis führte und wie Joyce die zukünftige Veränderung in der Gegend in und um Gulu verkündete. Ich sah wie meine Mutter mit einer Kühnheit sprach, die ich lange nicht mehr bei ihr gesehen habe. Sie hat dem Teufel direkt ins Gesicht geschlagen und dabei Mauern von Angst, Zerbrochenheit und Hilflosigkeit zerstört, die die Jahre des Krieges hinterlassen haben. Aber damit war sie noch nicht am Ende. Sie fügte dem ganzen noch eine Botschaft von Hoffnung und einer strahlenden Zukunft hinzu. Dies war eine von Gott bestimmte Zeit. Und auch wenn es ein bisschen wie ein Klischee klingt, bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass Gulu nicht mehr bleiben wird, wie es war. Gott ist dabei, etwas, das wie eine völlig aussichtslose Situation scheint, in ein großartiges Zeugnis für ihn selbst zu verändern. Wir haben eine Langzeitverpflichtung gegenüber dieser Region. Mit einer Veranstaltung im Stadion von Kampala schlossen wir die Zeit in Uganda ab, zur der unserer Einschätzung nach ca. 20.000 Menschen kamen.

Ich glaube, in diesen zehn Tagen haben wir sehr viel bewirken können. Das Team war klasse – jeder einzelne von ihnen. Der meiste Dank gilt unserem kostbaren Herrn Jesus, der uns die Gnade und Gunst gab, die wir für das Gelingen brauchten.

Wir haben einen Sieg verbucht für das Königreich!!

David L. Meyer





Joyce Meyer und ihr Sohn David besuchen eine medizinische Einrichtung in Äthiopien.

Die Freude über den Besuch des Joyce-Meyer-Teams ist groß.

Viele Menschen in Äthiopien haben kaum das Nötigste zu essen.

In Uganda besuchten wir ein Watoto-Kinderdorf.

Zu den Gottesdiensten in Uganda kamen schätzungsweise 200.000 Menschen.








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